Rasenmäher: Roboter, Benzin und Elektro im Vergleich

Der Markt für Rasenmäher ist groß. Nachdem viele Jahre vor allem Elektro- und Benzin-Rasenmäher gekauft wurden, gewinnen seit einiger Zeit zunehmend auch Mäh-Roboter an Bedeutung. Sie sollen das Rasenmähen drastisch vereinfachen. Ein Rasenmäher-Roboter mäht komplett selbständig, hat allerdings auch einige Nachteile. Wir verraten, welche Vorzüge und Nachteile die einzelnen Rasenmäher-Typen im Vergleich haben.

Bei der Wahl des richtigen Rasenmähers müssen einige Punkte beachtet werden:
  • Wie hoch ist das Budget?
  • Wie groß ist die zu mähende Rasenfläche?
  • Wie viel Zeit kann man in der Woche für das Rasenmähen aufwenden?
  • Wie ist das Grundstück beschaffen?
  • Ist eine permanente Stromversorgung gewährleistet?

Wie groß ist das Budget für den neuen Rasenmäher?

Die Preise für Rasenmäher sind im Vergleich extrem unterschiedlich. Im Baumarkt im die Ecke gibt es günstige Elektro-Mäher bereits für knapp 50 Euro, für einen anständigen Benzin-Rasenmäher sollte man mindestens 400 Euro einplanen und wer einen Rasenmäher-Roboter bevorzugt, zahlt schnell über 1.000 Euro. So unterschiedliche die Preise für Rasenmäher sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen. Wesentliche Faktoren für den Preis sind neben der Motorart auch die Breite des Rasenmähers, die Stärke des Motors und die Qualität der verbauten Komponenten.

Wer nur wenig Geld für einen neuen Rasenmäher zur Verfügung hat, bei der Qualität aber keine Abstriche machen möchte, sollte zu einem Markenprodukt greifen. Bekannte Hersteller hochwertiger Rasenmäher sind AL-KO, Bosch, Wolf Garten und Einhell. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass Größe und Leistung des Rasenmähers eventuell hinter den Billigprodukten zurückliegen - Qualität und Sicherheit haben jedoch Vorrang!

Empfohlener Mindestpreis für hochwertige Rasenmäher im Vergleich:
BauartEinsteiger-SegmentMittelklasse-SegmentHighend-Segment
Elektro-Rasenmäher
ab 80 Euroab 150 Euroab 250 Euro
Benzin-Rasenmäher
ab 250 Euroab 350 Euroab 500 Euro
Rasenmäher-Roboter
ab 900 Euroab 1.100 Euroab 1.500 Euro

Wie groß ist die Rasenfläche für den Rasenmäher?

Ein wesentlicher Punkt bei der Wahl des richtigen Rasenmähers ist neben dem Budget auch die Größe der Rasenfläche. Kleine Flächen unter 300 Quadratmeter können problemlos und schnell mit einem kompakten Elektro- oder Benzin-Rasenmäher bearbeitet werden. Bei 500 Quadratmeter und mehr sollte man sich jedoch Gedanken über ein Mittelklasse-Modell machen, dabei ist die Devise: Besser einen kleineren Rasenmäher eines Markenherstellers mit einer kleineren Schnittbreite kaufen, als ein größeres Noname-Produkt, an dem man eventuell nur kurz seine Freude hat. Die Qualität lässt meist zu Wünschen übrig und wer schonmal versucht hat, ein Ersatzteil für einen Akkuschrauber von Lidl oder Aldi zu bekommen, weiß, wie mühselig und teilweise unmöglich es ist.

Allerdings ist auch davon abzuraten, einen zu großen Rasenmäher zu kaufen. Für eine Rasenfläche von 300 Quadratmeter ist ein Benzin-Rasenmäher für 500 Euro mit einer Schnittbreite von 50 Zentimetern vollkommen überzogen. Hier reicht auch ein kompakteres Modell, das nicht nur günstiger ist, sondern auch leichter im Gewicht und einfacher zu bewegen. Bei Grundstücken mit 800 Quadratmetern oder mehr lohnt es sich hingegen, diesen Betrag zu investieren. In der Preisklasse um 500 Euro haben gute Beinzin-Rasenmäher bereits einen automatischen Antrieb, sodass man nur noch den Hebel ziehen und dem Mäher hinterher laufen muss. Automatische Rasenmäher-Roboter (Mäh-Roboter) sind für fast alle Grundstückgrößen geeignet. Abhängig von der Größe der Fläche steigt lediglich der Preis.

Rasenmähen und der Zeitfaktor

Rasenmähen kostet Zeit. Je nach Witterung und Pflege des Rasens muss ein bis zwei Mal in der Woche gemäht werden. Wer nicht mulcht und keinen Kompost hat, muss das Schnittgut anschließend beim Garten-Landschaftsunternehmen seines Vertrauens entsorgen. Um 400 Quadratmeter akkurat zu mähen, sollte man mindestens eine Stunde einplanen. Wer diese ein bis zwei Stunden in der Woche nicht hat oder nicht aufwenden möchte, ist mit einem Rasenmäher-Roboter gut beraten. Alternativ kann man auch andere Personen für das Mähen des Rasens gewinnen: Sei es der Nachbar oder eines der Kinder, das sich ein paar Euro nebenbei verdienen möchte. Allerdings: Jeder sollte zumindest am Wochenende eine Stunde Zeit finden, den Rasenmäher aus dem Schuppen zu holen. Das Argument, man habe keine Zeit, gilt also nur in seltenen Fällen.

Rasenmäher im Vergleich: Wie ist das Grundstück beschaffen?

Besonders automatische Rasenmäher-Roboter haben mit hügeligen Rasenflächen ihre Probleme. Zum einen sind die Messer sehr kurz und erzeugen bei zu starkem Auf und Ab ein unsauberes Schnittbild. Außerdem kann es passieren, dass der Mäh-Roboter ausgeht, wenn ein Rad seinen Bodenkontakt verliert. Dies ist in erster Linie eine Schutzfunktion, damit man nicht versehentlich uns das drehende Messer fasst. Und letztlich kann ein Rasenmäher-Roboter an einer hohen Steigung scheitern, sodass die Kraft des Motors nicht ausreicht, den Rasenmäher vorwärts zu bewegen.

Benzin- und Elektro-Rasenmäher haben diese Probleme in der Regel nicht. Deshalb sollte man sich bei einem unebenen Grundstück besser gegen einen Mäh-Roboter entscheiden und im Vergleich für einen Benzin- oder Elektro-Mäher entscheiden.

Elektro-Rasenmäher und Mäh-Roboter brauchen Strom

Es mag banal klingen, sollte beim Rasenmäher-Kauf aber nicht vergessen werden: Elektro-Rasenmäher und Rasenmäher-Roboter benötigen Strom. Während der Mäh-Roboter gelegentlich in seine Basisstation zurück fährt, um seinen Akku aufzuladen, benötigt ein Elektro-Rasenmäher permanent Strom. Wer also keinen Stromanschluss auf seinem Grundstück hat, für den bleibt nur ein Benzin-Rasenmäher zur Auswahl.

... Apropos Akku: Natürlich gibt es auch Akku-Rasenmäher. Das Problem dabei: Während sie in der Preisklasse von von hochwertigen Benzin-Rasenmähern liegen, haben sie "nur" die Größe eines mittelklassigen Elekto-Rasenmähers. Ihr einziger Vorteil ist, dass sie wie der Benziner eigenständig betrieben werden können. Aber Achtung, denn der Akku hält nur etwa eine Stunde und wenn der Rasen bis dahin nicht fertig gemäht ist, muss einen Zwangspause von mehreren Stunden eingelegt werden... sollte kein Ersatzakku zur Hand sein.

Aktuelle Ratgeber zum Thema "Garten sowie Garten- und Landschaftsbau" findest du in der Ratgeber-Übersicht. Außerdem geben wir Tipps beim Kauf eines Benzin-Rasenmähers und eines Elektro-Rasenmähers und verraten, worauf geachtet werden sollte.